Donnerstag, 5. Juni 2008

Lang ist`s her, …

dass ich was von mir hab hören lassen. Aber ich denke das liegt vor allem an diesem komischen Alltags Typen. Es passiert nicht mehr so viel erstaunlich Neues in letzter Zeit. Gibt viel zu tun, viel zu entspannen und viel abzuhängen.

In den letzten Wochen ist eigentlich nicht viel passiert, außer dass ich mich langsam mal um eine Diplomarbeitsstelle zu kümmern hatte. Das ist jetzt erstmal gegessen, Angebote gibt’s genug, jetzt gilts nur noch abzuwägen, welche man nehmen soll. Und da sind wir bei meiner eigentlichen, geistigen Hauptbeschäftigung. Das ist gar nicht so leicht sich zu entscheiden… Aber damit will ich hier niemanden langweilen…

Gestern gabs mal wieder was zu erleben. Wir waren auf einem „Business-Trip“ in Takoradi. Das ist etwa 180km westlich von Accra, einfach der Küste entlang. Im Auto hätte das gute vier Stunden gedauert, doch um uns den Stress der Autofahrt zu ersparen haben wir uns für einen Kleinbus entschieden. Das sind fast ausnahmslos private Chevy-Vans (RAm 3500) o.ä. Aber in weitaus besseren Zustand als die Tro-Tros. Manche sogar mit Air-Condition. Nun ja, wir sind also früh morgens, so gegen acht zu dieser Station gefahren, um dann nach lässigen 90 Minuten Wartezeit auch mal zu starten. Hier gilt wieder das Prinzip: Wir ffahren nicht eher los, als das auch nicht der kleineste Platz ausgenutzt ist. Da wir aber so lange in dem Van saßen konnten wir die PÜlätze wählen. Ich hatte sogar nen funktionierenden Sicherheitsgurt, und das war auch besser so. Die Vans nennt man hier Roadmaster. Und das nicht ohne Grund. Als es dann losgehen sollte ist noch eiligst ein Zusatzpassagier eingestiegen. Ein Pastor, der erstmal nen kleinen Gottesdienst mit Hilfe der Passagiere abgehalten hat, um Gott um seine schützende Hand während der Fahrt zu bitten. Nach weniger als fünf Minuten wusste ich auch warum der Pastor an Bord kam. Die Fahrer sind mit Abstand die Master of the Road. Extrem eilig unterwegs, Überholen in Kurven und auf Grader Strecke wird dem V8 auch mal das letzte abverlangt, Das ist ja bei amerikanischen Modellen nicht so viel, aber 150km/h sind bei den hiesigen Straßenverhältnissen einfach nicht angebracht. Glücklicherweise hatte ich gut was zu lesen dabei, um nicht auf die Fahrweise achten zu müssen.

Takoradi ist wohl die kleine Schweater einer großen Stadt. Alles sehr langssam, fast verträumt aber dafür auch kein Verkehrskollaps wie in Accra. Also recht fein zum Entspannnen

Die Rückreise in einem anderen Roadmaster verlief ähnlich mit dem Vorteil, dass es dunkel war und man die Straße nicht sehen konnte. Doch bevor es zurückging musste auch wieder ein wenig Geduld aufgebracht werden, geringfügiges Stündchen mal sagen.

Ach, warum ich solang nichts geschrieben habe liegt zu 95% daran, dass im Büro (meine einzige reguläre Internetquelle) sowohl Strom als auch Internet disconnected wurden aufgrund offener Zahlungsaufforderung anbieterseits. Nunmehr schon seit mehr als einer Woche.

In den ersten Tagen habe ich mich ja noch aufgeregt, aber das schafft ja nichts. Nun versuche ich mein europäisches Gemüt der afrikanischen Gelassenheit (böse Zungen mögen es auch Langsamkeit nennen) anzupassen.

Nun reichts auch ertsmal wieder.

Reingehaun miteinander…




P.S. eine kleine Überraschung gab es doch noch aus Deutschland. Für viel arbeiten und so… Danke Roman!


P.P.S. Für alle Freunde des Aldi-Thunfisches. Ich weiß jetzt wo der herkommt und das mal nicht von Armin von der Sendung mit der Maus...

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