An diesem Wochenende hab ich es endlich mal weiter raus geschafft aus Accra. Und zwar nach Cape Coast. Ca 140 km westlich vonn Accra, einfach der Kuestenstrasse folgend. Dies ist wohl der touristische Teil Ghanas. Sehr viele kleine Hotels, dazu die groesseren Hotels mir Strandlage und tropischen Flair. Alles echt nett. Zu sehen gibt’s hier viel. Gut, dass wir am Samstagmorgen gegen halb fuenf losgefahren sind, um hier gegen acht anzukommen. So konnte ich, waehrend die anderen auf einer Beerdigung waren, mir das „Castle“ anschauen. Dieses war dazu da, die Sklaven bis zu ihrer Verschiffung gefangen zu halten. Bis diese dann schliesslich nach Europa, Jamaika, Brazilien oder Nordamerika verkauft wurden. Sofern sie die Tortur im Castle ueberstanden haben. Aber darueber sollte man wahrscheinlich eher im Internet oder Aehnlichem lesen. Ganz erstaunlich fand ich am Eingang der Burg die Preistafel fuer die verschiedenen Kategorien. Kinder Studenten usw. Muessen recht schmales Geld hinlegen, Erwachsene ca 2 Cedi (ca 1,40 Euro) und Nicht-Ghanaer 8 Cedi plus 2 Cedi fuer eine Videokamera oder 1 Cedi fuer ne Fotokamera. Aber hat sich ja gelohnt. Es war ne kleine Fuehrung durch die Dungeons und die Verhandlungsraume, obendrein noch ne Menge zu der Geschichte der Anlage und des Sklavenhandels im Allgemeinen an der Goldkueste.
Hier eine paar Bilder:



Am Nachmittag sind wir dann zu „Hans Cottage“ gefahren. Das ist ein Hotel mit Campingplatz und Restaurant dirkt in einem Alligatorengehege. Also konnte man beim Speisen die Alligatoren beobachten. Total gut, und ne witzige Idee. Dies ist acuh wohl der typische Treff fuer Europaer in Ghana. Ich muss nun echt sagen, dass wenn man plant einen Urlaub in Ghana zu machen, man Cape Coast als Ausgangspunkt waehlen sollte.

Nach dem Essen waren wir, etwas ausserhalb von Cape Coast, in Anomabo, am Strand. Einfach nur Traumhaft, Postkartenmotive soweit das Auge reicht, mehr kann ich dazu gar nicht schreiben.


Ein Opfer gab es jedoch an dem Wochenende. Aber so unglücklich war ich darüber gar nicht (mit dem Auto erlegt).

Die Nacht haben wir in kleinen Chalets, direkt auf dem Campus der University of Cape Coast verbracht, wobei Campus wohl etwas untertrieben ist. Das Areal ist grob geschaetzt drei mal drei Kilometer gross. Eine gigantische Bibliothek, unzaehlige Vorlesungsraeume usw. Eigentlich alle Studenten leben hier auf dem Campus, enrt weder in den Wohnheimen, oder privat, da das Areal auch noch viel kleine Doerfer der Einheimischen umfasst, die es sich zur Aufgabe gen=macht haben, moeglichst viele kleine Haeuser fuer die Studenten zu bauen und selbstverstaendlich zu vermieten. An diesem Wochenende waren grad Studentische Wahlen, mit etlichen Kampagnen der Kandidaten. Echt professionell, mit Reden, Flugblaettern usw. machen die Werbung fuer sich. Am Abned waren wir dann noch an einem der Wohnheime. Dieses hat etwa 2000 Studenten beherbergt, und vermutlich alle waren auf der Strasse, absolutes Highlife hier ueberall, und direkt neben an ist eine kleinen Dorf, in dem man alles noetige kaufen kann...


Am Nachmittag haben waren wir in im Regenwald. Dort gibt’s den Kakum Nationalpark. Der war auch echt gut besucht. Dieser Park ist bekannt für seine Ausscht. Soll heißen: Der Park liegt auf einem Hügel im Regenwald, dort stiegt man noch einmal 10 min lang Treppen hinauf, bis man an eineer kleinen Hütte ankommt, von dort aus ührt eine kleine Hängebrücke weiter… Klingt alles ganz harmlos, doch diese Hängebrücke ist zu anfang nur ca 5 - 10 Meter über dem Boden, führt aber nur zu einem Baum und einer weiteren Hängebrücke. Dort kann man wohl schon gute 60 – 70 Meter tief in den Regenwald schauen…und dann folgen auch noch etliche weiter Brücken, grob geschätzt eine Gesamtlänge von 500m, gefühlte 50km… hätt ich das vorher gewusst… ich weiß ja nicht, ob ich dann dorthin gefahren wär… Aber es war auf jeden Fall eine Erfahrung, und ist definitiv nichts für Leute mit Höhenangst oder Menschen ohne Vertrauen in die Brückenkonstuktionen der Ghanaer. Danach wars dann auch Zeit nach Hause zu fahren…


Machst mal gut…