Montag, 28. April 2008

Ich schon wieder



Wollt nur kurz berichten, was so los war, An und für sich nicht sonderlich viel. Die Befürchtung tierisch in den Taxis abzuschwitzen hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Auch hab ich immer gar nicht lange warten müssen, bis die dann auch voll besetzt waren, maximal 40min. Diese Tro Tro Taxi –Stationen sind echt mehr als nur eine „Personenumschlagplatz“. Überall sind kleine Händler, also mit einem kleinen mobilen Stand, die Ihre Güter feilbieten. Man bekommt alles, vom Handycharger, über Kopfkissen bis zum Fernseher und jede Art von typisch ghanaischen Snacks. Auf den ersten Blick wirkt es komplett chaotisch, aber die Fahrer haben das alles ganz gut im Griff. Es wundert mich die ganze Zeit, dass Autos, Busse und Fußgänger so zurechtkommen. Ich denke, dass funktioniert nur, da die einfach alle ein wenig Acht aufeinander geben…

Ich kann jetzt wohl mit Fug und Recht behaupten: Die Regenzeit hat begonnen. Am Freitag waren es grade mal 26°C… brrr. Und heute hat es angefangen zu regnen, und einfach nicht mehr aufgehört. Mal schauen, wie lang das anhält, is nämlich irgendwie ungeil. Am Wochenende waren wir im Botanischen Garten, also eher eine Regenwald mit Restaurant und einem befestigten Weg. Der ist im Norden Accras, etwa eine Autostunde entfernt, in den Bergen (eher Hügel) aber man hatte einen feinen Blick über ganz Accra.

Tro Tro Station @ „37“


P.S.

Das alljährliche „Bosseln“ hab ich ja in diesem Jahr verpasst, aber ich hoffe, dass es gut, wie jedes Jahr war. Auch wenns „nur“ zum 2. Platz gereicht hat.

Montag, 21. April 2008

Cape Coast, die Zweite...

Da bin ich mal wieder mit neuen Geschichten annähernd vom Äquator. Erstmal die Pflicht. Job ist immer noch hmmkay. Diese Woche werd ich vermutlich komplett in den Genuss unklimatisierter Kleinbusse oder Taxis, die nicht eher losfahren, als dass auch der kleinste Platz ausgenutzt ist, kommen. Und alles nur um die 30 km nach Tema, der kleinen Schwester Accras, zurückzulegen, um dort arbeiten zu dürfen. Aber egal.

Nun zum angenehmen Teil. Das Wochenende hab ich, mal wieder, in Cape Coast verbracht, genauer gesagt im Anomabo Beach Resort, ca 20 km östlich von Cape Coast, direkt am Strand, in kleinen Lehmhütten, die aber von außen schlichter wirken, als sie tatsächlich sind.

Der Grund warum ich schon wieder in Cape Coast bin, ist diesmal „geschäftlich“. Wir hatten eine kleine Präsentation der hauseigenen Programme in einer größeren Institution zu absolvieren, und haben uns dann einfach dazu durchgerungen, das restliche Wochenende auch hier zu verbringen. Die meiste Zeit habe ich selbstverständlich im Golf von Guinea bzw. am Strand verbracht. Die Quittung kam aber unverzüglich. Die Sonnencreme aufzutragen ist mit Nichten ein Garant für optimalen Schutz vor der unglaublichen Mittagssonne. Jetzt erneuert sich wenigstens 70% meiner Haut, ist ja auch mal nicht schlecht. Nachdem ich meinen Körper nun so entstellt war, haben wir uns einige andere Beach Resorts, für etwaige folgende Cape Coast Besuche, angeschaut. Sehr zu empfehlen, denk ich für den nicht ganz so luxusverwöhnten Urlauber und fernab jeder Zivilisation ist das „Brenju Beach Resort“, ca 10km westlich von Elmina. Als wir dort waren war es aber bevölkert von irgendwelchen europäischen Kirchen/Sekten/Baptisten/Mormomen Gruppen. Ein sehr gewöhnungsbedürftiges Bild. Aber hier mal der Strand.


Ich sag mal gut, ne?!

Und nun noch ein paar Bilder ausm Auto


Den Rest des Wochenendes hab ich mit abgammeln und entspannen verbracht.

So, nun werd ich mich mal wieder so tun als ob. Machts mal gut.

Montag, 14. April 2008

Moinsen

An diesem Wochenende hab ich es endlich mal weiter raus geschafft aus Accra. Und zwar nach Cape Coast. Ca 140 km westlich vonn Accra, einfach der Kuestenstrasse folgend. Dies ist wohl der touristische Teil Ghanas. Sehr viele kleine Hotels, dazu die groesseren Hotels mir Strandlage und tropischen Flair. Alles echt nett.

Zu sehen gibt’s hier viel. Gut, dass wir am Samstagmorgen gegen halb fuenf losgefahren sind, um hier gegen acht anzukommen. So konnte ich, waehrend die anderen auf einer Beerdigung waren, mir das „Castle“ anschauen. Dieses war dazu da, die Sklaven bis zu ihrer Verschiffung gefangen zu halten. Bis diese dann schliesslich nach Europa, Jamaika, Brazilien oder Nordamerika verkauft wurden. Sofern sie die Tortur im Castle ueberstanden haben. Aber darueber sollte man wahrscheinlich eher im Internet oder Aehnlichem lesen. Ganz erstaunlich fand ich am Eingang der Burg die Preistafel fuer die verschiedenen Kategorien. Kinder Studenten usw. Muessen recht schmales Geld hinlegen, Erwachsene ca 2 Cedi (ca 1,40 Euro) und Nicht-Ghanaer 8 Cedi plus 2 Cedi fuer eine Videokamera oder 1 Cedi fuer ne Fotokamera. Aber hat sich ja gelohnt. Es war ne kleine Fuehrung durch die Dungeons und die Verhandlungsraume, obendrein noch ne Menge zu der Geschichte der Anlage und des Sklavenhandels im Allgemeinen an der Goldkueste.

Hier eine paar Bilder:



Am Nachmittag sind wir dann zu „Hans Cottage“ gefahren. Das ist ein Hotel mit Campingplatz und Restaurant dirkt in einem Alligatorengehege. Also konnte man beim Speisen die Alligatoren beobachten. Total gut, und ne witzige Idee. Dies ist acuh wohl der typische Treff fuer Europaer in Ghana. Ich muss nun echt sagen, dass wenn man plant einen Urlaub in Ghana zu machen, man Cape Coast als Ausgangspunkt waehlen sollte.


Nach dem Essen waren wir, etwas ausserhalb von Cape Coast, in Anomabo, am Strand. Einfach nur Traumhaft, Postkartenmotive soweit das Auge reicht, mehr kann ich dazu gar nicht schreiben.


Ein Opfer gab es jedoch an dem Wochenende. Aber so unglücklich war ich darüber gar nicht (mit dem Auto erlegt).

Die Nacht haben wir in kleinen Chalets, direkt auf dem Campus der University of Cape Coast verbracht, wobei Campus wohl etwas untertrieben ist. Das Areal ist grob geschaetzt drei mal drei Kilometer gross. Eine gigantische Bibliothek, unzaehlige Vorlesungsraeume usw. Eigentlich alle Studenten leben hier auf dem Campus, enrt weder in den Wohnheimen, oder privat, da das Areal auch noch viel kleine Doerfer der Einheimischen umfasst, die es sich zur Aufgabe gen=macht haben, moeglichst viele kleine Haeuser fuer die Studenten zu bauen und selbstverstaendlich zu vermieten. An diesem Wochenende waren grad Studentische Wahlen, mit etlichen Kampagnen der Kandidaten. Echt professionell, mit Reden, Flugblaettern usw. machen die Werbung fuer sich. Am Abned waren wir dann noch an einem der Wohnheime. Dieses hat etwa 2000 Studenten beherbergt, und vermutlich alle waren auf der Strasse, absolutes Highlife hier ueberall, und direkt neben an ist eine kleinen Dorf, in dem man alles noetige kaufen kann...


Am Nachmittag haben waren wir in im Regenwald. Dort gibt’s den Kakum Nationalpark. Der war auch echt gut besucht. Dieser Park ist bekannt für seine Ausscht. Soll heißen: Der Park liegt auf einem Hügel im Regenwald, dort stiegt man noch einmal 10 min lang Treppen hinauf, bis man an eineer kleinen Hütte ankommt, von dort aus ührt eine kleine Hängebrücke weiter… Klingt alles ganz harmlos, doch diese Hängebrücke ist zu anfang nur ca 5 - 10 Meter über dem Boden, führt aber nur zu einem Baum und einer weiteren Hängebrücke. Dort kann man wohl schon gute 60 – 70 Meter tief in den Regenwald schauen…und dann folgen auch noch etliche weiter Brücken, grob geschätzt eine Gesamtlänge von 500m, gefühlte 50km… hätt ich das vorher gewusst… ich weiß ja nicht, ob ich dann dorthin gefahren wär… Aber es war auf jeden Fall eine Erfahrung, und ist definitiv nichts für Leute mit Höhenangst oder Menschen ohne Vertrauen in die Brückenkonstuktionen der Ghanaer. Danach wars dann auch Zeit nach Hause zu fahren…


Machst mal gut…

Donnerstag, 3. April 2008

Tag zusammen

Da bin ich mal wieder. Kommme echt selten dazu, was zu schreiben, aber da ich momentan echt gut mit Arbeit eingedeckt bin, gibts auch gar nicht so viel zu berichten. Vielleicht noch ein paar Impressionen zum Thema: Fließend Wasser in Ghana.

Da kommts an:


Da kommts rein:




Was gabs sonst noch so? Am Wochenende waren wir in Legon, ca 5 km ausserhalb von Accra. Das ist die wohl größte Uni hier. Also Uni ist eigentlich Untertrieben, das ist eine eigene kleineStadt mit verschiedenen Banken, Reisebüros... echt unglaublich, ca 60.000 Studenten leben und studieren dort. Hab natürlich meine Kamera nicht dabei gehabt. Also gibts auch keine Bilder. An dem Samstag waren grad die Finals der Westafrican Games for Students. Soll heißen , dass dort so ziemlich alle Nationen Westafrikas vertreten waren, um sich in den verschiedensten Disziplinen zu messen. War ganz nett.
Abends bin ichdann das erste mal ne längere Strecke mit dem Auto gefahren. Das reinste Abenteuer. Ich, als Nachtblinder, auf nichtbeleuchteten, schlechten Straßen, die mehr aus Schlaglöchern, als aus Asphalt bestehen. Und das Beste war, dass die meisten Autos erstmal komplett auf eine Beleuchtungseinrichtung und Reflektoren verzichten. Hab mich entschlossen Nachts nur selten und nicht schneller als 40 zu fahren. Und die Straßen sind auch gleichzeitig Fußweg, was dazu führt, dass man fast unentwegt hupt, oder Slalom fährt... aber trotzdem irgenwie lustig...

In den letzten Tagen hat hier die Regenzeit eingesetzt. Ich finds ganz angenehm, da es nachts mal kühler wird. Dafür gibts jetzt mehr Moskitos, an den Strand braucht man nicht zu fahren, und tagsüber ist die Luftfeuchtigkeit kaum zu ertragen. Aber ich sitzt ja fast die ganze Zeit im klimatisierten Büro...

Bis dann...


Und alles Gute zum 30. Daniel